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the good, the bad, the ugly - Usability in der Website Boosting

Die Website Boosting fasst in dem Artikel "the good, the bad, the ugly" Fallstricke bei der Online-Produktsuche humorvoll zusammen.

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Hürden bei der Produktsuche

In dem Artikel von der Website Boosting vom 10. September 2011, Autor Mario Fischer, werden anhand von 3 Beispielen großer Notebook-Hersteller (HP, Sony, Dell) die Produktsuche beschrieben, die nach Ansicht des Autors, dem Nutzer Fallstricke bei der Auswahl des richtigen Notebooks legen. Hier ein paar Beispiele:

  • Nutzer müssen sich in Zielgruppen (wie „privat, business, Mittelstand“) einteilen. Kann aber nicht jedes Notebook für Business genutzt werden, und was ist der Unterschied zwischen Business und Mittelstand?
  • verspielte Flash-Filme werden Bestandteil der Navigation und erschweren dadurch den Auswahlprozess
  • abstrakte Werbeversprechen wie z.B. „Überschreiten Sie Ihre Grenzen“ machen eine am konkreten Nutzen der Produkte orientierte Auswahl unmöglich. Wie sollen Nutzer verstehen, was sie kaufen, wenn es auf den Websites nur in abstrakter Marketingsprache verkauft wird?
  • auch die Produktbezeichnungen wie z.B. (frei erfunden, aber nah an der Realität) „SDX-3200-fH Business 3G“ machen die Orientierung nicht gerade leichter
  • User Interface hält gängige Konventionen nicht ein, z.B. werden Versandkosten sehr auffällig verlinkt (weil man stolz auf den gerade eingeführten „kostenfreien Versand“ ist), allerdings ist es nur schwer rauszufinden, wie man das Produkt in den Warenkorb legt. Der Call-To-Action ist versteckt

Die Gründe für solche Usability-Probleme und die mangelnde Kundenorientierung der Websites sind vielfältig. Häufig sind unterschiedliche Bereiche der Websites von unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens verantwortet (z.B. Zielgruppenspezifisch „privat“ versus „business“), und im schlimmsten Fall hat jeder Marketing-Manager seine eigene Designer-Truppe – wie soll sich dort ein durchgängiges Einkaufserlebnis einstellen? Des weiteren wird primär aus der Sortiments- und Vermarktungslogik heraus gedacht anstatt aus den konkreten Nutzenbedürfnissen – z.B. werden Produktsortimente beworben („die ultrastar-Familie“), aber keine Nutzenversprechen.

Insgesamt zeigt der Artikel (wenn auch etwas überspitzt), wie wichtig es ist, ein Einkaufserlebnis aus einem Guss anzubieten, das sich an den Bedürfnissen der Konsumenten orientiert und von der Marketing-Welt der Unternehmen abstrahiert.