Inspektions-, Erfahrungs- und Vertrauensgut & Informationsasymmetrie

Als Informationsasymmetrie bezeichnet man das Ungleichgewicht des Wissens über einen Vertragsgegenstand; Der Verkäufer kann Kenntnisse haben, die der Käufer nie haben wird (wie z.B. der genaue Zerstörungszustand eines Unfallwagens vor seiner Reparatur). Informationsasymmetrien können teilweise durch Recherche seitens des Käufers ausgeglichen werden.

Inspektions-, Erfahrungs- und Vertrauensgüter werden anhand des Grades des Informationsbedarfs bestimmt, welche nötig ist, um die Asymmetrien auszugleichen:

Inspektionsgüter haben einen geringen Informationsbedarf:
Der Konsument kann sich über die Produktkategorie informieren und anschliessend die Vor- und Nachteile der Eigenschaften einschätzen. Ebenfalls ist er dadurch in der Lage verschiedene alternative Produkte miteinander zu vergleichen.

Erfahrungsgüter können vor dem Kauf nicht eingeschätzt werden:
Der Konsument benötigen eine eigene Nutzung, damit die Qualität anhand der Erfahrung eingeschätzt werden kann, d.h. er benötigt ein Testexemplar oder ein Probepackung, wie z.B. bei Cremes oder verschlossenen Lebensmitteln.

Vertrauensgüter haben einen extremen Informationsbedarf und sind in ihrer Qualität nicht einschätzbar:
Lassen sich zwar einige Eigenschaften des Produktes herausfinden, so bleiben bei einem Vertrauensgut viele andere Eigenschaften unbekannt und sind dem Vertrauen überlassen: Z.B. beim Salat die Anbaumethode, beim Sushi-Fisch die Kühlkette oder beim Nachrichtenssender die Informationsquelle und -qualität.

Produktberater helfen Informationsasymmetrien zu beseitigen; der Informationsaufwand wird reduziert und der Käufer kann ein gutes Bauchgefühl entwickeln und dies schafft die Grundlage für eine sponatante Kaufentscheidung